Fünf verschiedene Uhrentypen – Was steckt hinter dem Ziffernblatt?

Bei all den technologischen Fortschritten und Möglichkeiten die der Uhrenmarkt heutzutage bietet, ist es manchmal gar nicht so einfach den Überblick zu behalten. Von Jahr zu Jahr gibt es mehr Produkte und somit mehr Auswahl für den Verbraucher: Nicht nur das äußere Design kann sich unterscheiden, sondern auch der Mechanismus, mit der die Uhr betrieben wird. Wo liegt der Unterschied zwischen einer Funkuhr und einer Automatikuhr? Was ist smart an einer Smartwatch? Und welcher Uhrentyp passt wirklich zu dir? Im Folgenden möchten wir fünf verschiedene Uhrentypen genauer beleuchten.

#1 Mechanische Armbanduhr

Die Armbanduhr ist der geläufigste Uhrentyp. Wie man dem Namen entnehmen kann, wird sie am Armgelenk getragen und durch ein Armband stabilisiert. Armbanduhren sind für den Träger oftmals nicht nur ein Zeitmesser sondern auch ein Modeaccessoire. Es gibt unterschiedliche Ausführungen für Damen, Herren und Kinder und unendlich viele unterschiedliche Designs. Der Begriff „mechanische Uhr“ ist dabei ein Überbegriff für verschiedene Uhrentypen. Die Bewegung der Zahnräder, die die Zeigerbewegungen verursachen, wird entweder durch Handaufzug herbeigeführt, oder durch die Bewegung des Handgelenkes (Automatikuhr). Uhren mit Handaufzug haben jedoch den Nachteil, dass man sie einmal täglich aufziehen muss, damit sie nicht stehen bleiben. Außerdem empfiehlt es sich, mit der Aufzugskrone vorsichtig umzugehen. Bei beiden Typen wird die nötige Energie durch Zahnräder und ein Federwerk erzeugt. Letzteres speichert die Energie und setzt sie in die Drehbewegung der Zeiger um.

#2 Automatikuhr

Automatikuhren sind im Vergleich zu Uhren mit Handaufzug etwas praktischer, da die Energie aus den Armbewegungen des Trägers gewonnen wird. Dabei wird die Feder durch den sogenannten „Rotor“ von allein aufgezogen. Dies heißt allerdings auch, dass die Uhr nur dann durchgängig läuft, wenn sie täglich getragen wird. Um zu verhindern, dass eine Automatikuhr stehen bleibt, kann sie auch in einem Uhrenbeweger aufbewahrt werden, wenn man sie nicht regelmäßig tragen möchte. Tritt dann doch der Fall ein, dass die Uhr stehen bleibt, springt sie meist nicht sofort wieder an, durch die Armbewegungen allein. Deshalb haben die meisten Automatikuhren zusätzlich auch eine Aufzugskrone, um sie manuell per Hand aufzuziehen, bevor sie dann automatisch weiter laufen. Das Gehäuse von Automatikuhren ist meist dicker als bei Quarz-oder Handaufzugsuhren, da der Rotor mehr Platz im Gehäuse benötigt. Oftmals zeigen Automatikuhren nicht nur die Zeit an, sondern auch das Datum, den Wochentag, und Monat, außerdem gibt es in manchen Fällen auch eine Stoppuhr Funktion. Diese Zusatzfunktionen werden durch Sichtfenster und Funktionsaugen ins das Ziffernblatt integriert.

#3 Taschenuhr 

Die Taschenuhr war die erste Uhr, die direkt am Körper getragen werden konnte, und bot somit den ersten mobilen Zeitmesser. Die erste Taschenuhr wurde 1504 angefertigt, und ist heutzutage beinahe von der Armbanduhr verdrängt worden, da diese durch die direkte Befestigung am Körper nicht verloren gehen kann, und das Ablesen der Uhrzeit durch einen sEine Taschenuhr auf einem Buch neben einer Kaffeetassechnellen Blick, anstelle von einem deutlich längerem Prozess, der das Suchen und oftmaligen Aufklappen der Uhr, ermöglicht. Auf der anderen Seite kommen Taschenuhren nun langsam wieder in Mode. Während sie früher ausschließlich mechanisch betrieben wurden, werden sie seit der Erfindung des Quarzwerkes heutzutage auch elektromechanisch betrieben, was um einiges zuverlässiger ist. Taschenuhren haben oft eine Kette, und können um den Hals getragen oder an der Hose befestigt werden. Meist ist das Design altmodisch gehalten und aufwendig verziert, um die langjährige Tradition dieses Uhrentyps zu untermalen. Es gibt aber auch viele moderne Designs, vor allem für Frauen. Die Taschenuhr ist ein ganz besonderes Schmuckstück, das den Zeitgeist einer vergangenen Ära wieder aufleben lässt, und damals wie heute als ein Symbol für Reichtum und Status fungiert – obwohl es heutzutage auch sehr preisgünstige Exemplare gibt. Besonders alte Taschenuhren gelten jedoch oft als Sammlerstücke und sind sehr wertvoll. Auch wenn dieser Uhrentyp sicherlich nicht der zuverlässigste und praktikabelste ist, so hat er doch seinen ganz eigenen Charme.

 

#4 Smartwatch

„Smartwatch“ bedeutet auf Deutsch nichts anderes als „schlaue Uhr“. Als Erfindung des 21. Jahrhunderts ist sie die modernste Form des herkömmlichen Zeitmessers. Im Vergleich zu allen bisher genannten Uhren kann die Smartwatch viel mehr als nur die Zeit anzeigen: Der Träger hat durch verschiedenste Apps und Gadgets die Möglichkeit, seine „Uhr“ durch zahlreiche Funktionen zu erweitern. Die elektronische Armbanduhr vermittelt Informationen und bietet Funktionen, die normalerweise durch das Smartphone mitgeteilt oder bereitgestellt werden, wie beispielsweise den Eingang von SMS oder Anrufen, Anzeige des Wetters, Fitnessfunktionen oder Musikwiedergabe. Die Smartwatch ist meist über Bluetooth mit dem Smartphone verbunden und kann somit alle Benachrichtigungen direkt auf die Uhr übertragen. Der Träger wird über einen Vibrationsalarm auf die Benachrichtigungen aufmerksam gemacht und kann ganz einfach auf sein Handgelenk gucken, anstatt das Smartphone aus der Tasche holen zu müssen. Bei solch einer Vielzahl von Funktionen und Leistungen ist es selbstverständlich nicht möglich, eine vergleichbare Akkuleistung wie bei herkömmlichen Uhren zu gewährleisten. Die meisten Smartwatches haben eine aufladbare Batterie die täglich oder alle paar Tage aufgeladen werden muss. Dies richtet sich nach der Art der Anzeige und der Komplexität der Elektronik, sowie nach der Häufigkeit der Verwendung. Besonders energiesparend ist dieser Uhrentyp also nicht, bietet dafür aber viel mehr Funktionen. Smartwatches sind außerdem um einiges teurer als herkömmliche Uhren, bis zu 700 Euro können diese Uhren kosten. Zudem sind viele Smartwatches nicht ausreichend auf Datenschutz ausgerichtet.

#5 Funkuhr

Die Funkuhr ist eine Variante der Quarzuhr, die entweder durch eine Batterie oder ein Solarwerk angetrieben werden kann, und sowohl als Armband- als auch als Wanduhr hergestellt wird. Das charakteristische Merkmal der Funkuhr ist, dass sie über Funk ein Zeitzeichen empfangen kann, und sich somit immer automatisch auf die korrekte Uhrzeit einstellt. Damit entfällt das lästige Einstellen der Uhr, beispielsweise bei der Uhrumstellung auf Sommer- oder Winterzeit, und die Zeit wird immer auf die Sekunde genau angezeigt. Das Signal wird allerdings nicht dauerhaft, sondern in regelmäßigen Abständen empfangen, um Energie zu sparen. Solarbetriebene Funkuhren empfangen das Funksignal nur einmal am Tag, während batteriebetriebene Uhren es einmal pro Stunde empfangen. In der Zwischenzeit können Funkuhren demnach trotz ihrer charakteristischen Genauigkeit die falsche Uhrzeit anzeigen. Zudem ist dieser Uhrentyp von der Stärke des Zeitsignals abhängig – hält sich der Träger der Funkuhr beispielsweise in einem Gebäude aus Stahl oder Beton auf, kann es zu Signalstörungen kommen. Auch technische Geräte können das Zeitsignal beeinflussen und Fehlfunktionen der Funkuhr herbeiführen. Eine batteriebetriebene Uhr hat zudem den Nachteil, dass die Batterie alle paar Jahre gewechselt werden muss. Dies entfällt bei solarbetriebenen Uhren, da diese einen Akku haben, der die Uhr auch bei Dunkelheit mit Strom versorgt. Diese „Dunkellaufzeit“ kann bis zu zwei Jahre betragen. Funkuhren haben oft Zusatzfunktionen wie Zeit- und Datumsanzeige, Feuchtigkeitsmesser und Weckfunktion.

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